Meine Art, Gitarren zu Bauen
Instrumente mit Seele
In meiner kleinen Werkstatt in der Fränkischen Schweiz fertige ich Stahlsaiten-Gitarren in Handarbeit. Es ist meine Leidenschaft, aus dem natürlichen Werkstoff Holz Gitarren mit individuellem Charakter zu bauen. Über viele Jahre hinweg konnte ich dabei wertvolle Erfahrungen sammeln. Durch das intensive Studium von Fachbüchern und die sehr lehrreiche Anleitung von Gitarrenbaumeistern, konnte ich mein Wissen vertiefen und meine Fertigkeiten entwickeln.
Eine Gitarre ist für mich nicht irgendein Gegenstand. Eine Gitarre ist für mich ein Instrument mit Seele. Und jede Gitarre hat ihren eigenen Charakter, der sich bei ihrem Bau und während des Spielens entwickelt und entfaltet. Ihre Seele inspiriert zum Spielen und diese Melodien prägen wieder die Gitarre und entwickeln ihren Klang weiter.
Das Tonholz wähle ich sehr individuell für jede einzelne Gitarre aus. Bei der Holzauswahl lasse ich mich von der Maserung des Holzes, seiner Ästhetik und seiner Haptik inspirieren. Jedes Stück Holz hat seinen individuellen Charakter und dadurch wird jede Gitarre zum absoluten Einzelstück.
Als Deckenholz verarbeite ich Alpenfichte, gelegentlich auch Sitkafichte aus Alaska. Besonders gerne arbeite ich mit markant gemaserter „Haselfichte“ (engl. „bearclaw spruce“). Daneben kommt auch Thermofichte zum Einsatz, die in ihrem Klangverhalten an alte eingespielte Fichtendecken erinnert. Für Boden und Zargen verwende ich traditionelle Gitarrenhölzer wie Mahagonie, Ahorn oder Palisander. Besonders gern arbeite ich mit intensiv gemaserten Hölzern wie Ziricote, Bubinga und anderen.
Den Hals fertige ich in traditioneller spanischer Bauweise. Für Stahlsaiten-Gitarren ist das eher ungewöhnlich, da die spanische Hals-Korpus-Verbindung aufwändiger in der Herstellung ist als moderne Schraub- oder Leimverbindungen. Allerdings bietet sie auch den großen Vorteil, dass Hals und Halsklotz aus einem Stück gefertigt sind und damit die Schallübertragung vom Hals auf den Korpus der Gitarren ungebrochen erfolgt. Aus klanglicher Sicht ist ein spanischer Hals somit die beste Wahl.
Design und Funktionalität
Eine gute Gitarre muss schön klingen, sich angenehm spielen lassen, stimmstabil sein und auch ästhetisch überzeugen. Aus diesen Gründen baue ich seit einiger Zeit bei den meisten meiner Gitarren einen Kopf, der sich nach oben hin verjüngt. Dies ermöglicht eine gerade Saitenführung zwischen Sattel und Mechanik, was zu einer höheren Stimmstabilität und zum besseren Schwingungsverhalten der Gitarre beiträgt. Gleichzeitig ist das asymmetrische Design ein echter Hingucker und trägt zum Wieder-erkennungswert meiner Gitarren bei.
Den Kopf verziere ich mit markant gemaserten Hölzern. Häufig handelt es sich dabei um Ziricote aus Mexiko. Aber auch andere Hölzer, die zum Design und zur Farbgebung der Gitarre passen, kommen zum Einsatz. Dabei achte ich auf ein stimmiges, harmonisches und aussagekräftiges Gesamtdesign der Gitarre.
Das Design der Kopfplatte spiegelt sich auch im Steg wieder, den ich in der Regel aus Ziricote oder Palisander anfertige. Die schwungvollen Linien mit ihren ausgeprägten Spitzen sind an die markante Form eines Ahornblattes angelehnt. Die Stegeinlage ist aus Knochen gefertigt und kompensiert, um ein gute Intonation zu gewährleisten.
High-end-Sound
Die richtige Verstärkung ist bei akustischen Gitarren ein heikles Thema. Deshalb verbaue ich Tonabnehmer von Carlos Juan, die den Klang einer handgefertigten Gitarre authentisch übertragen. Carlos hat bereits die Weltspitze der akustischen Gitarrenwelt mit seinen Tonabnehmern ausgestattet – von Eric Clapton über Mark Knopfler bis hin zu Pat Metheny. Ich freue mich sehr über den guten und freundschaftlichen Kontakt zu Carlos. Seine Pickups sind das Sahnehäubchen für meine Maple Leaf Gitarren.